Genossenschaftsidee ist Kulturerbe

Die deutsche Delegation in Addis Abeba. Hintere Reihe links: Josef Zolk, Stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft e.V.

Die Genossenschaftsidee gehört ab sofort zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Dies hat das Internationale Komitee für die Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO am 30. November in Addis Abeba bekanntgegeben.

„Damit werden die Idee des kooperativen Wirtschaftens sowie das Erbe Friedrich Wilhelm Raiffeisens und Hermann Schulze-Delitzschs weltweit gewürdigt. Für den Deutschen Raiffeisenverband (DRV) und seine 2.250 landwirtschaftlichen Mitgliedsgenossenschaften ist diese großartige Anerkennung Ansporn und Bestätigung zugleich. Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung sind für die Agrar- und Ernährungswirtschaft wichtige Eckpfeiler für nachhaltiges, erfolgreiches Wirtschaften“, erklärte Manfred Nüssel, Vorsitzender des Kuratoriums der Raiffeisen-Stiftung und Präsident des DRV.

Die Deutsche Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft und die Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft hatten die Nominierung der Genossenschaftsidee für die Aufnahme in die Repräsentative Liste gemeinsam vorangetrieben. Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch schufen Mitte des 19. Jahrhunderts die Grundlagen für die Genossenschaftsidee, die seither weltweit überaus erfolgreich gelebt wird und immer mehr Anhänger findet. Die beiden Pioniere gründeten die ersten genossenschaftlichen Organisationen moderner Prägung in Deutschland.

Bild: Die deutsche Delegation in Addis Abeba. Hintere Reihe links: Josef Zolk, Stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft e.V.