Genossenschaftliche Spendenaktion: Positives Fazit bei den geförderten Projekten!

Mitte Juli 2021 wurden das Ahrtal und weitere Gebiete im Westen Deutschlands von einer Flutwelle bis dahin nicht erlebten Ausmaßes heimgesucht. Das Leid vor Ort ist bis heute deutlich spürbar, wenngleich durch die größte Spendenaktion, die es bisher in unserem Land gab, viel Unterstützung geleistet werden konnte. Auch der Deutsche Raiffeisenverband (DRV), der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV) und der Genossenschaftsverband- Verband der Regionen e.V hatten damals zu einer Spendenaktion aufgerufen. Dabei kamen neben einer halben Million Euro für betroffene Mitarbeitende in Genossenschaften auch über 120. 000 Euro zur Unterstützung von zwei Projekten vor Ort zusammen: Zum einen wurde das Zirkuszelt der Johanniter (JUH) in Dernau und zum anderen die Errichtung einer Mobilraumanlage der Tagesförderstätte der Caritas Werkstätten in Bad Neuenahr-Ahrweiler (TAF) gefördert.

Wie die JUH berichtet, habe das Zirkuszelt von Beginn an positive Auswirkungen auf die betroffenen Menschen vor Ort gehabt. Zuerst standen die Kinder und Verarbeitung ihres Fluttraumas mit Hilfe von Fachpersonal im Fokus. Mittlerweile wird das Zelt von der gesamten Region Mittelahr genutzt, u.a. als Kinder- und Jugendtreff, im Rahmen der Ferienbetreuung oder aber als Veranstaltungs- und Versammlungsort für Menschen aus Dernau, Rech und Mayschoß: Herbstferienaktion für die Kinder fanden genauso statt wie Vereinsversammlungen oder Aktivitäten zur Adventszeit. Das Zirkuszelt hat sich also zu einem wahren Orts-Mittelpunkt entwickelt. Und hat gleichzeitig Impulse für weitere Initiativen gegeben: Das Gelände wurde zum Johanniter „AHRreal“ erweitert. Hier befindet sich nun auch das Fluthilfe-Büro der JUH, wo Betroffene Einzelfallhilfen und Antragsunterstützung erhalten. Außerdem gibt es einen Soccer-Court und das JUHgendzimmer und auch die Wiederaufbaugesellschaft „Zukunft Mittelahr“ hat sich auf dem Gelände angesiedelt. Und die Redaktion von „FOCUS Online“ nutzt bei Bedarf einen Container als Redaktionsbüro auf dem Gelände. „Dass unser Zelt-Vorhaben, das wir dank Ihrer, der Unterstützung der Raiffeisen-Stiftung, so umsetzen konnten, den Menschen vor Ort noch immer und voraussichtlich noch längere Zeit unterstützen wird, zeigt, wie sinnvoll Ihr und unser Engagement war und ist“ schreibt die JUH an die Raiffeisen-Stiftung. Der Vorstand und die Geschäftsführung der Stiftung freuen sich über diese positive Entwicklung in Dernau, die nur mit der Spendenbereitschaft vieler genossenschaftlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie genossenschaftlicher Unternehmen möglich gewesen ist!

Das zweite Projekt betrifft die Tagesförderstätte für Menschen mit Behinderung, die bis zur Flutkatastrophe von den Caritas Werkstätten in Sinzig betrieben wurde. Das eintretende Wasser beschädigte die Einrichtung so schwer, dass sie nicht mehr genutzt werden konnte. Zwar ist mit dem Wiederaufbau der Tagesförderstätte am Standort Sinzig Ende 2021 begonnen worden. Doch für die Zeit bis zum Wiedereinzug wurde am Interimsstandort in Bad Neuenahr mehr Platz benötigt. Die Raiffeisen-Stiftung unterstützte deshalb mit den Mitteln aus der Spendenaktion eine Mobilraumanlage und dafür notwendige Maßnahmen Schaffung von zur Barrierefreiheit: Auf rund 200 Quadratmetern wurden mittlerweile mit viel Liebe zum Detail Gruppenräume und Ruheplätze hergerichtet. Neben den Innenräumen steht den Besuchern der Tagesförderstätte ein kleiner Außenbereich zur Verfügung, der für verschiedene Aktivitäten genutzt wird. „Wir haben uns gut eingelebt und fühlen uns wohl“, so freut sich die TAF-Leiterin Anna Keiman-Winterer über die Spende der Raiffeisen-Stiftung. „Die Mobilraum-Anlage ist ein Mehrwert, denn in den neuen Räumlichkeiten können wir frei agieren und den TAF-Besuchern eine differenzierte und gezielte Tagesförderung anbieten.“