Raiffeisen-Professur

Hochschulforschung mit Praxisbezug

Zur Stärkung der Genossenschaftsforschung in Deutschland unterhält die Raiffeisen-Stiftung die Professur „Ökonomik ländlicher Genossenschaften“ im Fachgebiet Kooperationswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin, die zu den elf Exzellenzuniversitäten Deutschlands und zu den 50 führenden Universitäten weltweit zählt.

 

Große Veränderungsprozesse in der Landwirtschaft und die hohe Bedeutung des Genossenschaftswesens für moderne Agrar- und Ernährungssysteme sind die Hauptgründe für die Förderung der Professur, die in ein Netzwerk aus renommierten internationalen Wissenschaftlern mit vergleichbarem Methodengerüst und Problemverständnis eingebettet ist.

 

Die Professur konzentriert sich auf die Analyse von Veränderungsprozessen in ländlichen Genossenschaften. Untersucht werden die Wirkungen, die von immer größer werdenden Genossenschaften auf das Verhalten anderer Wirtschaftsteilnehmer ausgehen. Im Fokus des wissenschaftlichen Interesses steht zudem die Frage, welche Leistungen Genossenschaften tatsächlich für ihre Mitglieder erbringen und wie sich diesbezüglich die Mitgliedererwartungen ändern. In diesem Kontext untersucht die Professur zudem, wie sich relevante Veränderungen in Kontroll- und Führungsgremien von Genossenschaften erklären und aus verschiedenen Blickwinkeln bewerten lassen.

 

Die Raiffeisen-Stiftung fördert im Rahmen ihrer Professur zusätzlich eine Masterarbeit zur Untersuchung der Motivation und Förderung ehrenamtlicher Mitarbeit in Genossenschaften. Die Arbeit soll dazu beitragen, die Motive von Genossenschaftsmitgliedern für die Übernahme einer ehrenamtlichen Tätigkeit zu verstehen. Hieraus sollen Erkenntnisse über Möglichkeiten und Grenzen der Förderung des Ehrenamts durch Schaffung bestimmter institutioneller Voraussetzungen gewonnen werden.

 

Internet:

Raiffeisen-Professur „Ökonomik ländlicher Genossenschaften“

http://www.agrar.hu-berlin.de/de/institut/departments/daoe/koopwiss

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